Liebe Freunde, liebe Theaterbesucherinnen und Theaterbesucher, liebe Wegbegleiter,
manchmal schreibt das Leben sein eigenes Drehbuch – und fragt vorher leider nicht, ob man mit der Besetzung einverstanden ist.
Nach einem Unfall habe ich mir den Oberschenkelknochen im Hüftbereich gebrochen und musste kurzfristig operiert werden. Die Operation ist zum Glück gut verlaufen. Inzwischen bin ich wieder zu Hause. Vor mir liegen nun Physiotherapie, sechs Wochen an Krücken und eine Übung, in der ich zugegeben noch Luft nach oben habe: Geduld.
Besonders schwer fällt mir, dass ich bei der Premiere von Florian Zellers „Der Sohn“ am 24. Oktober in Itzehoe und während des ersten Tourneeabschnitts nicht selbst auf der Bühne stehen kann. Ich habe mich sehr auf diese Rolle und die Begegnungen mit dem Publikum gefreut. Umso mehr bedauere ich, das Ensemble gerade jetzt nicht begleiten zu können.
Mein herzlicher Dank gilt Matthias Schloo, der so kurzfristig für mich einspringt, und allen Kolleginnen und Kollegen, die unter diesen besonderen Umständen die Premiere vorbereiten. Euch wünsche ich eine wunderbare Premiere, Zusammenhalt, Mut und vor allem die Freude am gemeinsamen Spiel.
Den Besucherinnen und Besuchern möchte ich sagen: Die Vorstellungen finden statt. Ich hoffe, Sie schenken dem Ensemble und meinem Kollegen dieselbe Offenheit und Wärme, mit der Sie auch mich auf der Bühne empfangen hätten.
Für die vielen Nachrichten, Anrufe und Genesungswünsche danke ich von Herzen. Es tut gut zu wissen, wie viele Menschen an mich denken.
Jetzt konzentriere ich mich auf das, was wirklich zählt: gesund werden, wieder Kraft sammeln und Schritt für Schritt nach vorn schauen. Über meine weiteren Auftritte informiere ich, sobald es dazu Verlässliches zu sagen gibt.
Meine Liebe zur Bühne bleibt. Nur meine Krücken haben gerade eine tragende Rolle übernommen. 😉
Passt gut auf euch auf!
Von Herzen
Euer Hardy Krüger Jr.